Kriminalität

Eine andere als auf Seite "Illegale Drogen" beschriebene Methode ist die sogenannte Beschaffungskriminalität. Dabei wird zwischen direkter und indirekter Beschaffungskriminalität unterschieden.
Unter direkter Beschaffungskriminalität sind Straftaten zu verstehen, durch deren Begehung unmittelbar Betäubungsmittel erlangt werden sollen, z. B. Einbrüche in Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser, Sanatorien und dergleichen sowie Raubüberfälle zur Erlangung von Betäubungsmitteln.

Beispiel: Ein maskierter Täter überfiel eine Apotheke. Er bedrohte den allein anwesenden Inhaber mit dem Messer, indem er ihn an die Wand drückte und die Klinge an die Brust setzte. Gleichzeitig forderte er ihn auf, ihm ein Ausweichmittel (als Ersatz für Heroin) auszuhändigen.
Der Apotheker wurde dabei verletzt, konnte aber flüchten.

Unter die indirekte Beschaffungskriminalität fallen alle Straftaten, die zur Erlangung von Geld und Sachwerten verübt werden, um damit wieder Betäubungsmittel zu erwerben. Am häufigsten werden Einbrüche, Diebstähle, Raubüberfälle verübt und Betrügereien begangen.

Beispiel: Ein 25jähriger Drogenabhängiger und seine Freundin entrissen einer älteren Frau zwei Handtaschen. Eine in der Nähe
befindliche Polizeistreife hörte die Hilferufe des Opfers und konnte das Pärchen festnehmen. Das Duo kam auf die Idee, diesen
Handtaschenraub zu verüben, weil sie nicht genügend Geld hatten, um Drogen zu kaufen.

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