Ecstasy

Ecstasy

Auf dem illegalen Markt wird Ecstasy in Pillenform oder in Kapseln angeboten. Die bekannteste Substanz, die als Ecstasy bezeichnet wird, ist MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin). In Analysen von Ecstasy wurden noch weitere chemisch verwandte Substanzen gefunden wie MDE (3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin), MDA (3,4-Methylendioxyamphetamin), MDEA (3,4-Methylendioxyethylamphetamin) oder MBDB (3,4-Methylendioxy-alpha-ethyl-N-Methylphenethylamin). Daneben wurden auch andere psychoaktive Substanzen wie beispielsweise Amphetamin, Methamphetamin, Koffein, Ephedrin oder Ketamin identifiziert.


Wirkung
Ecstasy bewirkt eine höhere Ausschüttung des Glücksbotenstoffes Serotonin, versperrt aber gleichzeitig den Rückweg zu der Sendezelle, so dass die Aufnahme des Serotonins in den körpereigenen Speicher verhindert wird. Der Glücksbotenstoff kann also nicht mehr zurück und bewirkt im synaptischen Spalt eine Flut von Impulsen, die der Konsument als Glücksgefühle wahrnimmt.

Die in Ecstasy enthaltene Ursprungssubstanz Amphetamin hat einen stimulierenden Effekt. Die Konsumenten fühlen sich besonders wach und werden aktiver. Wie auch bei Cannabis ist die Wirkung aber abhängig von Persönlichkeit und Umfeld. So fühlen sich manche User euphorisiert und erleben Glücksgefühle und eine besondere Nähe zu anderen Menschen, während andere eher unkommunikativ werden, sich zurückziehen und in ein depressives Stimmungstief fallen. Gesteigertes Körperempfinden und optische Wahrnemungsveränderungen sind weitere Wirkungen der Drogen. Als negative Effekte wird nach der Einnahme häufig von Schwindelgefühlen, Übelkeit, Schweißausbrüchen, erweiterten Pupillen, Kiefermahlen und Mundtrockenheit berichtet.

Die Wirkung der Droge setzt ca. nach 20 bis 60 Minuten ein und hält je nach Wirkstoff zwei bis fünf Stunden


Risiken
Eine Hamburger Studie belegt, dass Ecstasy eine schädigende Wirkung auf die Nervenzellen des Gehirns hat. Es wurde bewiesen, dass Ecstasykonsumenten eine verminderte Anzahl serotonerger Nervenzellen aufweisen. Da das Ausmaß der Schädigung nicht in Abhängigkeit zu der Anzahl konsumierter Pillen steht, wurde geschlussfolgert, dass auch schon geringe Mengen Ecstasy das Gehirn schädigen können. Dauerhafter Konsum der Droge kann zu psychischer Abhängigkeit führen. Zu den weiteren schädlichen Wirkungen gehören: Herzrasen, Depression, massive Angstzustände (Horror-Trip), psychotische Störungen, Nieren- und Leberversagen, Kreislaufkollaps, akute Mundtrockenheit, körperliches Missempfinden, Zuckungen der Gesichtsmuskulatur, Muskelkrämpfe, Schlaflosigkeit und Unruhe, Koordinationsstörungen, Verfolgungswahn.

Eine besondere Gefahr stellt in akuten Fällen oder Überdosierung eine Überhitzung mit folgender Austrocknung dar, die bis zum Nierenversagen führen kann. Nach längerem Konsum von MDMA kann es zu einer Versteifung der Gesichtsmuskeln (Kieferklemme) - in Szenekreisen auch “Gesichtsgulasch” genannt - kommen. Neben diesen Angriffen auf das Muskelgewebe sind permanente Pulsbeschleunigung und Blutdruckabfall zu beobachten.


Konsum
Wird meistens in Form von Tabletten und Kapseln eingenommen