Drogenbeschreibung

Manchmal kommt jede Hilfe zu spät...

Wir sind der Meinung,
das Wissen um die Droge ist ein Stück Macht gegen die Droge

Der süchtige Dealer:

Der süchtige Dealer

Illegale Drogen

Ein >durchschnittlicher< Heroinsüchtiger verbraucht pro Tag Rauschgift im Wert von ca. 50 EUR* und mehr. Will oder kann er den Betrag nicht durch Beschaffungsdelikte aufbringen, so versucht er, die Kosten seiner Sucht aus dem Handel mit Rauschgift zu
bestreiten. Dabei kauft er beispielsweise bei einem Dealer ein Gramm Heroin von ca. 50 EUR*. Dieses Gramm teilt er, wobei die
eine Hälfte für den Eigenbedarf bestimmt ist; der anderen Hälfte setzt er ein halbes Gramm eines Streckmittels zu. Dieses >Gramm< verkauft er auf der Szene wiederum für 50 EUR*.
Mit dem so erlangten Geld wiederholt er am nächsten Tag diesen Vorgang. Der Käufer des >gepanschten< Heroins kann beim Kauf die schlechte Qualität nicht feststellen.

* Bei den angegebenen Preisen handelt es sich lediglich um Beispiele.

 

Legale Drogen

Die gesellschaftlichen Schäden und die persönlichen Folgen des Missbrauchs von gesetzlich nicht verbotenen Drogen sind von großer Bedeutung, wenn auch nicht immer ein rechtliches Problem. Der Vollständigkeit halber sollen hier die gängigsten legalen Drogen Erwähnung finden.
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen dem Konsumenten von legalen und illegalen Drogen: Der frühzeitige Missbrauch von Alkohol, Nikotin und/ oder Medikamenten kann den Einstieg in den Konsum illegaler Drogen begünstigen!

Ein Augenmerk soll hier erwähnt werden, die Vorbildwirkung bei Kindern z. B. in Umgang mit Alkohol

Den Konsum von Alkohol lernen Kinder in der Regel von ihren Eltern so wie andere Dinge auch. Sie lernen, damit sensibel umzugehen, wenn Eltern einen sensiblen Konsum vorleben. Sie lernen ein gefährliches Trinkmuster, wenn die Eltern Alkohol häufiger als Problemlöser einsetzen. Kinder und Jugendliche mögen eigentlich nicht den Geschmack von Bier oder Wein. Sie überwinden diese Schranke jedoch, weil sie glauben, durch den Konsum alkoholischer Getränke zur Welt der Erwachsenen zu gehören.
Als Mutter oder Vater können Sie die Kinder vor dem Konsum alkoholischer Getränke und deren Gefahren warnen. Sie wissen dann, was ihnen alles passieren kann, wenn sie Alkohol trinken. Sie tun jedoch später das, was Sie als Erwachsene immer wieder vormachen.

Werden Sie zum Modell für Ihr Kind - es beobachtet viel genauer und viel häufiger Ihr Handeln als Sie denken!

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Aids, Schiksale, Statistiken

AIDS, Schicksale, Statistikzahlen

Durch die Verbreitung der Immunschwäche AIDS hat sich auch das Drogenproblem erneut verschärft.Drogenabhängige, insbesondere Heroinverbraucher, zählen zu den Hauptrisikogruppen.Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass im Fixermilieu immer wieder die gleiche Spritze ausgeliehen und verwendet wird. Durch Blutreste in der Nadel und Kanüle kann es zu Blutkontakten und damit zur Übertragung von AIDS- Erregern kommen. Eine weitere Infektionsquelle sind ungeschützte Sexualkontakte mit AIDS- Infizierten.

Viele Abhängige, vor allem Heroinmissbraucher, sehen in der Prostitution eine Möglichkeit, die für die Sucht und für den eigenen
Lebensunterhalt- nicht selten auch für den drogenabhängigen Partner- benötigten Mittel zu beschaffen.

Wer entsprechende Kontakte ins Drogenmilieu hat oder aufnimmt, sollte sich der AIDS- Risiken bewusst sein. Auf dem Heimweg
von einer Technoparty kommt nachts ein mit sechs jungen Leuten besetztes Auto von der Straße ab und rast in eine Baumgruppe.
Die 20jährige Fahrerin sowie zwei weitere Insassen werden getötet, die drei weiteren Insassen schwer verletzt. Die toxikologische
Untersuchungen ergeben, dass die Fahrerin unter der Einwirkung von Ecstasy stand.

Ein 19jähriger konsumiert seit einiger Zeit Kokain, Crack, LSD, Cannabis und Ecstasy (Polytoxikomanie - Einnehmen verschiedener
Drogen). Eine Überdosis Ecstasy verursacht bei ihm eine besonders starke Rauschwirkung und führt nach kurzer Zeit zu
Lähmungserscheinungen und starken Atembeschwerden. Der Junge Mann verstirbt an einer zentralen Atemlähmung infolge des
Missbrauchs von Ecstasy.

Eine 21 Jahre junge Frau wird von ihrem Vater tot in der Badewanne aufgefunden. In der Hand findet man eine Spritze und ein
Briefchen Heroin. Sie hatte sich eine tödliche Dosis Heroin gespritzt.

Die Statistikzahlen sind eher geeignet, den einzelnen Menschen und sein Elend zu verdecken und verschwinden zu lassen. Heute, morgen oder übermorgen wird der nächste Rauschgifttote entdeckt werden. Für manche vielleicht nur eine weitere Nummer in der namenlosen Statistik. Der Polizei z. B. in Baden- Württemberg sind derzeit mehr als 22.000 Verbraucher >harter< Drogen
(überwiegend Heroinkonsumenten) bekannt.Und Jahr für Jahr nimmt diese Zahl zu. Dies auch, obwohl die Polizei Rauschgifthändler dingfest macht und Rauschgifte erst gar nicht auf den Markt gelangen lässt. Aber das ist eben nur ein Teilbeitrag. Wirksamer wäre es, zu verhindern, dass Rauschgiftsucht entsteht.

Ein erster Schritt in diese Richtung kann durch Aufklärung erfolgen: Durch Aufklärung für Drogenkonsumenten, für gefährdete
Jugendliche, für Eltern und Erzieher. Durch Aufklärung, die die Entstehung einer Konsumbereitschaft verhindert oder aber zumindest ein rechtzeitiges Erkennen der Gefahren ermöglicht

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